In verschiedenen Ausschüssen standen vergangene Woche zentrale Themen für Erkelenz auf der Tagesordnung. Beschlüsse und Anpassungen zeigen: Projekte werden weitergeführt und Entscheidungen mit Blick auf die langfristige Entwicklung getroffen. Die finalen Entscheidung trifft am Mittoch der Rat. Hier ein Überblick der Themen:

Innenstadt und Mobilität

Die Verkehrsführung in der Innenstadt wird angepasst. Nach einem Jahr Praxiserfahrung wurde das Konzept überprüft und weiterentwickelt. Künftig soll die Hermann-Josef-Gormanns-Straße im Zuge der Umgestaltung des Kölner Tores wieder vollständig für den Verkehr in beide Richtungen geöffnet werden. Dem Vorschlag der Verwaltung konnten wir uns uneingeschränkt anschließen.

Zudem wurden neue Planungen für die Ostpromenade und das Kölner Tor vorgestellt. Auch dieser Bereich wird Schritt für Schritt aufgewertet, um die Innenstadt insgesamt weiter zu stärken und attraktiver zu gestalten.

Für die Fahrradhauptroute West wurde eine angepasste Planung beschlossen, insbesondere im Bereich Schulring. Ziel ist es, die seit langem angespannte Verkehrssituation für alle Verkehrsteilnehmenden zu verbessern. Nun hoffen wir auf eine rasche Förderzusage.

Mit einer neu zu bildenden „Arbeitsgruppe Mobilität“ werden künftig Bürgerinnen und Bürger wieder stärker eingebunden, um Ideen und Hinweise zur Verbesserung von Verkehr und Mobilität einzubringen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Sie löst die bisherige AG Fuß- und Radverkehr ab.

Dörfer

In Lövenich tut sich einiges: Für das geplante „Nahversorgungszentrum Lövenich“ haben wir die Änderung des Bebauungsplans beschlossen. Wir halten damit an unserem Ziel fest, die Versorgung vor Ort zu sichern.

Eine weitere gute Nachricht für das Dorf: Für die Sanierung der Nysterbachhalle wurde der Baubeschluss zur umfassenden Erneuerung gefasst. Das ist ein wichtiger Schritt für eine Halle, die für Vereine, den Schulsport und das gemeinschaftliche Leben im Ort von großer Bedeutung ist.

Insgesamt zeigt sich: Wir investieren kontinuierlich in die Infrastruktur unserer Orte und setzen zukunftsfeste Projekte Schritt für Schritt um. Gut voran geht es unter anderem beim Neubau der Kita Bauxhof, beim Feuerwehrgerätehaus in Granterath sowie bei der Sanierung der Mehrzweckhalle in Schwanenberg. An Schulen und Kitas werden die Außenanlagen für den Sommer vorbereitet, wie in der Sitzung des Bauausschusses berichtet wurde.

Auch für Hundehalter gibt es eine gute Lösung: Nach der Schließung der bisherigen Fläche bei Borschemich hat die Verwaltung einen neuen Standort im Bereich des GIPCO südlich der Straßburger Allee vorgeschlagen, dem der Ausschuss zugestimmt hat. Der Standort liegt bewusst abseits der Wohnbebauung und kann mit überschaubarem Aufwand eingerichtet werden – damit gibt es bald wieder einen Treffpunkt für Hundefreunde und genug Platz zum Toben und Herumtollen für die Vierbeiner.

Gewässer und Infrastruktur

Vorgestellt wurde ein Generalentwässerungsplan (GEP) für die Stadt Erkelenz. Er legt die Grundlage für die langfristige Sicherung und Weiterentwicklung der Entwässerungsinfrastruktur. Damit wird auf zukünftige Anforderungen, etwa durch Starkregen, reagiert.

Dörfer im Strukturwandel

Mit der Einrichtung der Arbeitsgruppe „Dörfer im Strukturwandel“ – als Nachfolge zur AG Tagebau – wird ein Gremium geschaffen, in dem Politik, Verwaltung und die Dorfgemeinschaften gemeinsam an Perspektiven für die betroffenen Orte arbeiten. Wir finden: Gut so, denn der Wandel kann nur mit Impulsen der Bürgerinnen und Bürger und weiterer Akteure gelingen.

Mit der Umbenennung von Straßen in den alten und neuen Umsiedlungsorten stand ein weiteres wichtiges Thema auf der Tagesordnung. Wie bekannt, gibt es derzeit zahlreiche Straßennamen doppelt – in den neuen Orten bisher mit dem Zusatz „neu“. Mit Abschluss der Umsiedlung entfällt dieser Zusatz sowohl bei den Orts- als auch bei den Straßennamen, sodass eine eindeutige Benennung erforderlich wurde. In Arbeitsgruppen haben Bürgerinnen und Bürger aus alten und neuen Dörfern sich geeinigt, wie die Straßen mit derzeit identischen Namen künftig heißen sollen. Dieser Liste als Gesamtpaket haben wir im Hauptausschuss zugestimmt, sie wurde somit mehrheitlich beschlossen und schafft – vorbehaltlich der finalen Zustimmung im Rat (13.05.26) – eine eindeutige Regelung.

Entwicklungsperspektiven

Die von der Verwaltung angestrebte Beteiligung an der NRW.URBAN Kommunale Entwicklung GmbH halten wir für eine sinnvolle Maßnahme. So schaffen wir eine Grundlage, um Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich Erkelenz-Ost fachlich fundiert zu prüfen. Die Gesellschaft unterstützt Städte dabei, Flächen zu bewerten, Konzepte zu entwickeln und mögliche Nutzungen vorzubereiten. Wichtig ist: Es geht zunächst um eine strukturierte Prüfung und Begleitung des Prozesses. Dabei spielen flächenschonende, klimaschonende und ökologische Ansätze eine zentrale Rolle. Entscheidungen werden Schritt für Schritt und auf einer soliden fachlichen Grundlage getroffen.

Fazit

Eine produktive Sitzungswoche liegt hinter uns. Die Beschlüsse stehen noch unter dem Vorbehalt der finalen Entscheidung im Rat am Mittwoch, 13. Mai, um 18 Uhr. Getagt wird im Alten Rathaus – die Sitzung ist für interessierte Zuhörer und Zuhörerinnen offen.

Mehr Infos finden Sie auf den Webseiten

www.erkelenz.de und

https://ratsinfo.erkelenz.de/public/to010?SILFDNR=1000097&refresh=false