CDU Stadtverband Erkelenz

Vorrang für Schule & Betreuung.

Zwischenbilanz Thema BILDUNG
(SCHULE, KITA & INKLUSION)

Ziele 2014
a) Schule
• Gute Ausstattung für unsere Schulen und ein breites flächendeckendes Angebot erhalten, damit die besten Voraussetzungen für unsere Zukunft gegeben sind.

• Ganztagsbetreuung ist in Erkelenz ein Erfolgsmodell. Bereits 41 % unserer Schülerinnen und Schüler nutzten im Schuljahr 2012/13 dieses Angebot. Diese Zahlen dokumentieren eine kontinuierliche Steigerung durch gute Rahmenbedingungen in Erkelenz. Hier stocken wir die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel aus dem städtischen Haushalt auf.

• Der mit qualifizierten Angeboten ausgestaltete offene Ganztagsbetrieb gilt an allen Grundschulen.

b) KiTa
• Gute Betreuungsangebote in stadteigenen Einrichtungen erhalten.

• Herausforderungen des Rechtsanspruchs auf eine frühkindliche Förderung in den Tageseinrichtungen und der Kindertagespflege bewältigen.

• Umfängliches bedarfsgerechtes Angebot in den vielen Kindertagesstätten sichern.

c) Inklusion
• Schülerinnen und Schüler mit Herausforderungen der Inklusion nicht alleine lassen.

• Qualität und Sorgfalt vor Schnelligkeit. Wir wollen Eltern eine Wahlmöglichkeit für ihre Kinder lassen und ihnen auch eine Korrekturmöglichkeit für den Fall einräumen, dass die inklusive Beschulung für ihre Kinder nicht zur besten Förderung führt.

Bis 2017 bereits erreicht
a) Schule
• Zerschlagung unseres gut funktionierenden Schulsystems verhindert.

• Viele Grundschulen haben neue Schulmöbel und zusätzliche Möglichkeiten im Bereich der „Neuen Medien“ erhalten.

Evangelische Grundschule Schwanenberg: Wird als Teilstandort der Gemeinschaftsgrundschule Gerderath fortgeführt, zudem Erneuerung der Außentoiletten, Sanierung Sportumkleide Schwanenberg.

Astrid-Lindgren-Schule / Franziskusschule: Erneuerung Dachabdichtung Turnhalle inkl. Sanierung Sanitärbereich

Luise-Hensel-Schule: Änderung / Nachrüstung Warmwasserbereitung.

• In jedem Jahr wird an allen weiterführenden Schulen die Ausstattung mit modernen Lehrmitteln und Medien, vor allem für den EDV-Bereich, weiter verbessert.

Europaschule (Realschule): Erneuerung der Fenster / Fassade / Dachabdichtung, Umbau und Erweiterung Lehrerzimmer, Der Fachbereich Informatik wurde durch Ausstattung eines neuen, vergrößerten Informatikraumes und aktueller Hardware gestärkt, Einrichtung eines Selbstlernzentrums und Umbau der Hausmeisterwohnung zum neuen Verwaltungstrakt.

Cusanus-Gymnasium: Erneuerung der Lüftungsanlage Oberstufenkeller, Abriss der Fertigklassen (alte Holzbaracken), Erneuerung Flachdachabdichtung und Oberlichter in der Turn- und Gymnastikhalle, komplette Neueinrichtung von zwei Klassenräumen für das Fach Biologie und Neuausstattung des Vorbereitungsraumes.

Cornelius-Burgh-Gymnasium: Erneuerung der Beleuchtung in Klassen und Fluren, Erneuerung Schulhof, Sanierung eines Fachraumes für Biologie.

Pestalozzischule: Erneuerung der Dachabdichtung.

Hauptschule: Sanierung Turnhallendach, Einbau eines Aufzuges, Ausstattung mit neuen Smartboards.

b) KiTa
• Alle städtischen Tageseinrichtungen, außer Venrath, und fast alle Tageseinrichtungen der freien Träger können Plätze für Kinder unter drei Jahren anbieten.

• Der gute Ausbau in den Kindertagesstätten sicherte auch im Jahr 2016, das kein Fall aufgetreten ist, in dem ein Antrag auf Betreuung nicht stattgegeben werden konnte.

• Der Betreuungsbedarf steigt jedoch weiterhin. Dies liegt an den wachsenden Geburtenzahlen und dem weiteren Zuzug junger Familien.

• Schaffung von jeweils 6 neuen U3 Plätzen in den Kath. Tageseinrichtungen in Lövenich, Kückhoven und der Vorläufergruppe Borschemich (neu).

• In der Kath. Tageseinrichtung für Kinder in Holzweiler wurde mit umfangreichen Renovierungs-, Um- und Anbauarbeiten begonnen.

Pestalozzischule: Einrichtung einer Ü3 Kindergartengruppe als Außenstelle der Tagesstätte Adolf-Kolping-Hof (Seit 2017 Außengruppe des Kindergarten Bauxhof).

• Anpassung der Elternbeitragstabelle um Eltern mit niedrigem Einkommen weiter zu entlasten.

c) Inklusion
• Wie vom Land NRW gesetzlich vorgeschrieben, wird die Erkelenzer Förderschule (Pestalozzischule) mit Ablauf des Schuljahres 2016/2017 aufgelöst.

• Um den betroffenen Kindern einen Besuch der Regelschule zu ermöglichen unterstützen wir Sie bei der Beschaffung von Hilfsmitteln, sowie speziellen Lehr- und Lernmaterialien.

• Mit Informationsveranstaltungen für Schüler und Lehrer versuchen wir den nicht behinderten Menschen, die Probleme und Sichtweisen eines behinderten Menschen zu verdeutlichen.

• Dem Lehrpersonal wurde darüber hinaus Hintergrundwissen zu verschiedenen Formen des Autismus oder geistiger Behinderungen vermittelt.

• Schaffung baulicher Voraussetzungen, u.a. Einbau von Schallschutzelementen, zur Beschulung hörgeschädigter Schülerinnen und Schüler an der Gemeinschaftshauptschule Erkelenz.

• Einrichtung eines „Motorik Centers“ und eines „Entspannungsraumes“ für die Realschule Erkelenz.

• Die Rurtal-Schule in Hückelhoven bleibt mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ als wichtiger Bestandteil der Förderung weiter erhalten. Sie wurde zudem um vier Klassenräume einschl. der zugehörigen Nebenräume erweitert.

• Einrichtung einer Schwerpunktschule durch Zusammenschluss von Gemeinschaftshauptschule und Pestalozzischule in Erkelenz.

Ziele bis 2020
a) Schule
• Im Bereich „Neuen Medien“ und EDV wollen wir an den weiterführenden Schulen auch weiterhin Neuanschaffungen tätigen. Die Schwerpunkte liegen hier bei der Ausstattung von Klassenräumen mit Smartboards, PCs/Notebooks und Beamern.

• Ein Anteil von ca. 55 % der Grundschulkinder nimmt im Schuljahr 2016/2017 an den Betreuungsprogrammen teil. Auch die Entwicklung des offenen Ganztages an den weiterführenden Schulen wird positiv angenommen. Dieses Konzept wollen wir fortsetzen.

• Cusanus-Gymnasium: Neubau Trakt B (Roland-Bau).

b) KiTa
• Der Neubau der katholischen Tageseinrichtung Borschemich (neu), als Ersatz für die kath. Tageseinrichtung in Keyenberg, wird zum Kindergartenjahr 2017/2018 plangerecht fertiggestellt.

• Zu den Einrichtungskosten leistet die Stadt Erkelenz einen freiwilligen Zuschuss von 40.000 Euro.

• Wir behalten die Entwicklungen im Blick um weiterhin rechtzeitig reagieren zu können.

c) Inklusion
• Eine große Herausforderung bleibt die inklusive Bildung. Wir sehen uns in unseren Anstrengungen der letzten Jahre bestätigt und freuen uns über das klare Signal der neuen NRW-Landesregierung, dass es Ausnahmen von der Mindestgröße geben und die bestehenden Förderschulen erhalten bleiben sollen.

• Zur Entwicklung eines Konzeptes zur Unterstützung des Gemeinsamen Lernens in den Grundschulen der Stadt Erkelenz wurde ein Arbeitskreis gebildet, in dem neben Schulleiterinnen und Lehrerinnen auch Vertreter der Schulaufsicht und des Schulpsychologischen Dienstes, der Integrationsbeauftragte sowie das Amt für Bildung und Sport vertreten sind.


1. SCHULE

Schulstadt Erkelenz. So machen wir das. CDU.
Gute Bildung ist ein Fundament unserer Politik. Ein gutes Betreuungsangebot, energetisch sanierte Gebäude und ein perfekt aufeinander abgestimmtes System macht Erkelenz für junge Familien seit Jahren als Lebensmittelpunkt und Wohnort attraktiv.

Was macht gute Schulen aus?
Ist es das Namensschild am Gebäude oder die Inhalte?
Für die Einrichtung einer Gesamtschule wollen unsere politischen Mitbewerber die Zerschlagung unseres gut funktionierenden und sensibel aufeinander abgestimmten Schulsystems in Kauf nehmen.

Allen Ratsfraktionen ist bekannt, dass sich die Stadt, neben dem bestehenden Konzept, keinen Schulneubau leisten kann. Dafür fehlt nicht nur das Geld, es gibt auch nicht genügend Schülerinnen und Schüler. Folglich käme nur eine Zerschlagung der bestehenden Schulformen in Frage. Warum aber ein gut funktionierendes Schulsystem ohne Not opfern?

Aus Sicht der CDU gibt es nicht die „Beste“ Schulform, jedes Konzept hat seine individuellen Vor- und Nachteile, wobei eine erfolgreiche Umsetzung maßgeblich von den Lehrkräften vor Ort abhängig ist. Für die Schülerinnen und Schüler ist letztlich nur die Qualität des Unterrichts entscheidend, um später alle beruflichen Perspektiven wahrnehmen zu können.

Eine Gesamtschule muss in das vorhandene System passen.
Um es klar zu sagen, die CDU Erkelenz ist kein Gegner einer Gesamtschule, sie muss aber in das bestehende Schulsystem passen. Falls gewünscht stehen Schülerinnen und Schülern aus Erkelenz aktuell drei Gesamtschulen in annehmbarer Entfernung (Wassenberg, Ratheim und Mönchengladbach-Rheydt) zur Verfügung. Auf Grund des gesetzlich vorgeschriebenen „Drittelmix“ bei der Aufnahme von Schülerinnen und Schülern an einer Gesamtschule (1/3 Grundschüler mit Hauptschul-, 1/3 mit Realschul- und 1/3 mit Gymnasialempfehlung) sind auch die umliegenden Gesamtschulen vor Allem auf Erkelenzer Schüler mit Gymnasialempfehlung angewiesen, um diese Quote erfüllen zu können. In Zeiten des demographischen Wandels würde die Einrichtung einer Gesamtschule in Erkelenz daher zu einem regelrechten Wettkampf der Gesamtschulen um entsprechende Schülergruppen führen. Was die Existenz der Gesamtschulen in unseren Nachbarstädten bedrohen würde.

Fazit: Für die Einrichtung einer Gesamtschule in Erkelenz müsste unsere Gemeinschaftshauptschule und das Cornelius-Burgh-Gymnasium geschlossen werden. Das ist für uns in der aktuellen Situation nicht akzeptabel.

Erkelenzer Schulen erfüllen alle Wünsche.
Wir haben in Erkelenz einen der besten Schulstandorte in NRW, unsere Kinder können auf engstem Raum alle denkbaren Abschlüsse erreichen. Die Qualität der weiterführenden Schulen ist so überzeugend, dass über 1.000 Schülerinnen und Schüler aus den Nachbarstädten gerne bei uns in Erkelenz Bildung genießen. Wir mussten sogar die Zügigkeit (Anzahl der Klassen) beschränken, da eine unbegrenzte Aufnahme von Schülerinnen und Schüler aus anderen Städten finanziell nicht möglich ist.

Unsere Schulen haben sich kontinuierlich entwickelt und immer weiter verbessert, heute sind alle Angebote optimal aufeinander abgestimmt. In Erkelenz können alle Abschlüsse (Hauptschulabschluss, Fachoberschulreife (FOR), Fachoberschulreife mit Qualifikation (FORQ), Fachhochschulreife (schulischer Teil) und die Allgemeine Hochschulreife (Abitur)) gemacht werden. Dabei ist auch das Berufskolleg ein wichtiger Beitrag zur Aufstiegsmöglichkeit in Erkelenz. Die Schulen haben sich so aufeinander abgestimmt, dass eine reibungslose „Durchlässigkeit“ gewährleistet wird. Auch beim Thema gebundener, oder offener Ganztag, sowie bilingualem Unterricht bleiben keine Wünsche unerfüllt.

Ganztagsbetreuung. In Erkelenz ein Erfolgsmodell.
Die Anzahl der am Offenen Ganztag teilnehmenden Kinder konnte im Schuljahr 2016/2017 auf fast 700 Kinder gesteigert werden. An den Betreuungsangeboten „acht bis eins“ nehmen ca. 55 % der Grundschulkinder teil. (Zum Vergleich Schuljahr 2007/2008 23%, 2015/2016 49 %.). Wir wollen auch weiterhin ein verlässlicher Partner unserer Schulen sein und diese positive Entwicklung unterstützen.

Umfangreiche Investitionen in Gebäude und energetische Sanierungen.
Nach wie vor sind unsere Schulen ein Aushängeschild – wir haben viel in die Gebäude, mediale Ausstattung und energetische Sanierung investiert. Es ist unser erklärtes Ziel diesen Weg fortzusetzen. Vor Allem im Bereich „Neuen Medien“ und EDV werden wir an den weiterführenden Schulen kontinuierlich Neuanschaffungen tätigen. Die Schwerpunkte liegen dabei in der Ausstattung von Klassenräumen mit Smartboards, PCs/Notebooks und Beamern.

Bei den Grundschulen wurde die Ausstattung durch Ergänzung bzw. Ersatz von Schulmöbeln weiter verbessert. Mit dem Beschluss die Evangelische Grundschule Schwanenberg als Teilstandort der Gemeinschaftsgrundschule Gerderath fortzuführen, können wir eine wohnortnahe Schulbildung auch zukünftig sicherstellen. Die Einrichtung eines solchen Grundschulverbundes führt zu einem effektiven Ressourceneinsatz und verbessert die pädagogischen Möglichkeiten der kleinen Grundschulstandorte. Gleichzeitig stärken wir die Dorfstruktur und sichern so das Leben vor Ort, denn wo es eine Grundschule in der Nähe gibt gelingt es leichter Familien neu anzusiedeln.

2. KITA

Erfolgsmodell U3-Ausbau im Kreis Heinsberg. So machen wir das. CDU.
Seit dem 01.08.2013 haben Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen einklagbaren Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. Das Land NRW weist zum Stichtag 01.03.2016 jedoch nur eine U3-Betreuungsquote von 25,7 % auf und liegt damit bundesweit an letzter Stelle. Unser Kreis steht im Landesvergleich wesentlich besser da; für den Bezirk des Kreisjugendamtes gehen wir im kommenden Jahr von einer Quote von 47,9 % aus! Das gute Ergebnis im Kreis Heinsberg ist auch ein Verdienst unserer CDU-Kreistagsfraktion. Wir haben bereits im Jahre 2007 frühzeitig den Betreuungsbedarf erkannt und einen Antrag zum Ausbau des Angebotes für Kinder unter 3 Jahren gestellt, der eine zeitnahe, nachfragerechte und flächendeckende Versorgung zum Ziel hatte. Wir werden den bisher sehr erfolgreichen Weg weiter fortsetzen.

Gute Bildung bedeutet Zukunftsfähigkeit.
Erkelenz hat mit vielen Kinderbetreuungseinrichtungen, einem umfassenden Schulangebot und einem eigenen Jugendamt sehr wichtige Standortfaktoren anzubieten. Der gute Ausbau im Bereich der U3 und Ü3 Betreuung in den Kindertagesstätten sicherte auch im Jahr 2016, das kein Fall aufgetreten ist, in dem ein Antrag auf Betreuung nicht stattgegeben werden konnte. Der Betreuungsbedarf steigt durch die positive Entwicklung der Geburtenzahlen und den verstärkten Zuzug junger Familien aber weiterhin an. Wir reagieren frühzeitig auf den Bedarf und passen das Angebot kontinuierlich an.

Anpassung der Elternbeitragstabelle.
Durch die Anpassung der Elternbeitragstabelle konnten wir Eltern mit niedrigem Einkommen weiter entlasten. Eine zusätzliche Stufe für Bezieher mit höheren Einkommen schafft Spielräume für neue Investitionen. Wir haben uns bewusst gegen die vollständige Beitragsbefreiung des zweiten Kindes ausgesprochen, da es den städtischen Haushalt jedes Jahr mit weiteren 120.000 Euro belastet und nur Eltern mit höheren Einkommen davon profitiert hätten. Eltern mit niedrigen Einkommen waren schon immer von der Beitragszahlung befreit. Durch die Anhebung der Einkommensgrenze können nun noch mehr Familien bei der Befreiung berücksichtigt werden.

Neue Tageseinrichtung.
Mit dem Bau der katholischen Tageseinrichtung Borschemich (neu), als Ersatz für die kath. Tageseinrichtung in Keyenberg, wurde in 2016 begonnen, aktuell konnte das Richtfest gefeiert werden und die Rohbauabnahme ist erfolgt, so dass mit einer planmäßigen Fertigstellung zum Kindergartenjahr 2017/2018 gerechnet wird. Zu den Einrichtungskosten leistet die Stadt Erkelenz einen freiwilligen Zuschuss von 40.000 Euro.

3. INKLUSION

Weiterentwicklung der Förderschullandschaft im Kreis Heinsberg.
Im Bereich der Förderschulen hat der Kreis Heinsberg ebenfalls Verantwortung gezeigt. Eine Weiterentwicklung war erforderlich, da die Landesregierung mit dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz im Jahr 2013 die Rahmenbedingungen in NRW geändert hatte. Somit waren ein Vorantreiben der schulischen Inklusion und die Auflösung von zahlreichen Förderschulen zugunsten des gemeinsamen Unterrichts von Schülern mit und ohne Behinderung gesetzlich verankert. Ein damals beauftragtes Gutachten zur Entwicklung der Landschaft der Förderschulen im Kreis Heinsberg prognostizierte, dass aufgrund der festgesetzten Mindestgrößen und der sinkenden Anzahl von Schülern nicht alle insgesamt acht Förderschulstandorte im Kreisgebiet aufrechterhalten werden könnten. Schon damals haben wir als CDU-Fraktion deutlich zum Ausdruck gebracht, dass wir Inklusion befürwortet, aber ein „Hau-Ruck-Verfahren“ zur Umsetzung ablehnen. Uns ging und geht es bei diesem Thema stets um Qualität und Sorgfalt vor Schnelligkeit. Wir wollen Eltern eine Wahlmöglichkeit für ihre Kinder lassen und ihnen auch eine Korrekturmöglichkeit für den Fall einräumen, dass die inklusive Beschulung für ihre Kinder nicht zur besten Förderung führt. Im Schulausschuss am 24.11.2014 wurde ein konkretes Konzept beschlossen, welches den zukünftigen (prognostizierten) Bedarf an Förderschulen durch eine neue Förderschule im Nordkreis und einer Förderschule im Südkreis mit den Schwerpunkten „Lernen“, „Sprache“ und „Emotionale und soziale Weiterentwicklung“ gewährleisten sollte. Die Rurtal-Schule mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ blieb mit ihrem Leistungsspektrum als wichtiger Bestandteil der Förderung weiter erhalten. Auf Antrag der CDU-Fraktion wurde ferner beschlossen, dass die Verwaltung in einem dynamisch fortgeschriebenen Konzept die Landschaft der Förderschulen analysiert und im Ausschuss regelmäßig berichtet.

Die Umsetzung im Nordkreis erfolgte in Form der Peter-Jordan-Schule Hückelhoven als Förderschule und einer Schwerpunktschule in Erkelenz durch Zusammenschluss von Gemeinschaftshauptschule und Pestalozzischule. Die Bildung eines Förderschulzweckverbandes im Südkreis gestaltete sich etwas schwieriger. Um dort einen Erhalt des Schulalltages schnell und unbürokratisch sicherzustellen, hat der Kreistag am 25.06.2015 beschlossen, dass der Kreis Heinsberg die Trägerschaft der Don-Bosco-Schule und der Mercator-Schule in Form einer vereinten, quasi neuen Förderschule übernimmt. Die Schule wurde um die Förderschwerpunkte "Emotionale und soziale Entwicklung" und "Sprache" erweitert.

Bei der Rurtalschule wurde Anfang 2016 aufgrund der Anmeldelage für das neue Schuljahr klar, dass eine weitere zusätzliche Klasse eingerichtet werden muss. Auch hier hat der Kreis eine schnelle Lösung herbeigeführt und sich wegen des unaufschiebbaren Bedarfs bereiterklärt, das Problem selber zu lösen. Die Rurtal-Schule des Kreises Heinsberg wird um vier Klassenräume einschl. der zugehörigen Nebenräume erweitert. Wir sehen uns in unseren Anstrengungen der letzten Jahre bestätigt und freuen uns über das klare Signal von FDP und CDU im Landtag, dass es Ausnahmen von der Mindestgröße geben und die bestehenden Förderschulen erhalten bleiben sollen.

Herausforderungen annehmen. Chancen nutzen.
Für uns ist wichtig, dass Schülerinnen und Schüler mit Problemsituationen nicht alleingelassen werden. Alle Angebote zur schulischen Förderung sollen auch in Zukunft zur Verfügung stehen. Der Schwerpunkt der beruflichen Eingliederung, mit dem die Pestalozzischule große Erfolge feiert, soll erhalten bleiben, selbst wenn die Schule nicht mehr in der bisherigen Form existieren kann.

Vor dem Hintergrund verfehlter Rot-Grüner Landespolitik ist die Erkelenzer Schullandschaft gefordert, über neue Modelle nachzudenken, damit erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden kann. In Abstimmung mit den Schulen kümmern wir uns kurzfristig um ein gutes Angebot und werden auch hier die beste Erkelenzer Lösung im Rahmen der kreisweiten Schulentwicklungsplanung für die Betroffenen schaffen. So wurden beispielsweise mit dem Einbau von Schallschutzelementen, zur Beschulung hörgeschädigter Schülerinnen und Schüler an der Gemeinschaftshauptschule Erkelenz, erste bauliche Voraussetzungen geschaffen. Für Kinder mit Konzentrationsschwierigkeiten entstanden in der Realschule ein Motorik Center und ein Entspannungsraum. Durch geeignete Therapiegeräte kann die Ergotherapeutin der Schule hier nun auch intensiv an der Förderung von Kindern mit motorischen Beeinträchtigungen arbeiten.

Die CDU Erkelenz unterstützt diese Bemühungen vor dem Hintergrund der individuellen Förderung und der wohnungsnahen Versorgung ausdrücklich. Weiter muss die Landesregierung Finanzverantwortung bei der „Inklusion“ übernehmen. Den Kommunen werde vom Land die Aufgabe der schulischen Inklusion übertragen, ohne dabei die finanziellen Verpflichtungen zu übernehmen.

 

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