Prima Klima.

Zwischenbilanz Thema KLIMA
(VERBRAUCH VERRINGERN, LOKALE ERZEUGUNG STÄRKEN & BÜRGER EINBINDEN)


Ziele 2014
a) Verbrauch verringern
• Bis 2020 wollen wir den städtischen Energieverbrauch um 20 % und den Stromverbrauch in Gebäuden um mind. 10 % verringern.

• Teilnahme am European-Energy-Award.

• Umbau der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen.

• Wärmeisolation der städtischen Gebäude.

• Zentrale Heiz- und Regelanlagen für die Gebäudeheizungen.

• Einbau eines erhöhten Wärmeschutzes bei allen neu zu errichtenden Gebäuden.

• Zentrale Datenerfassung aller Verbraucher zur Energieoptimierung.

• Umstellung des Städtischen Fuhrparks auf klimafreundliche Antriebe. Dazu gehören auch mehrere rein elektrisch betriebene Fahrzeuge.

• Ausbau und Förderung von Erdwärmeprojekten.

b) Lokale Erzeugung stärken
• Biogas Blockheizkraftwerk im neuen Schwimmbad.

• Nutzung der Faulgase in der Kläranlage zur Stromerzeugung.

• Errichtung von Photovoltaik Anlagen auf allen städtischen Gebäuden, deren Dächer die zusätzliche Last der Anlagen aufnehmen können.

• Einsatz des Solarpotenzialkatasters.

• Bereitstellung von Konzentrationszonen für Windkraftanlagen.

c) Bürger einbinden
• Durch privates und städtisches Grün in den Gärten und an den Straßen eine niedrigere Feinstaubbelastung erreichen.

• Mit laufenden Verbesserungen der Strukturen und Einrichtungen bei Fahrradwegen und im öffentlichen Nahverkehr den Umstieg auf klimaschonende Fahrzeuge stärken.

• Kostenlose Beratungen der Bürger zu Energie und Klimaschutz.

Bis 2017 bereits erreicht
a) Verbrauch verringern
• Der Umbau der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten hat begonnen. Lampen, die energetisch schon den sehr hohen Standard erfüllen und erst in den letzten Jahren errichtet wurden, werden nicht umgebaut.

• Die Fassadenerneuerung im Schulzentrum ist abgeschlossen. Die neu zu erstellenden Gebäude werden nach aktuellstem Standard isoliert.

• Einrichtung einer Klimaschutzsiedlung im Bauxhof, in der der Passivhausstandard als minimale Ausstattung der Häuser vorgeschrieben ist (Erdwärme).

• Erkelenz ist seit Dezember 2016, als erste Stadt in unserer Region, Europäische Energie- und Klimaschutzkommune.

• In den Jahren 2014 und 2015 wurde in mehreren Workshops ein Klimaschutzkonzept für Erkelenz erarbeitet und von der Fachhochschule Aachen ausgewertet. Folgende Themen standen dabei im Fokus:
o Mobilität und Verkehr
o Erneuerbare Energien
o Gewerbe und Industrie
o Bauen/ Wohnen und Energieeffizienz
o Bewusstseinsbildung und Verbraucherverhalten in Erkelenz

b) Lokale Erzeugung stärken
• Das Solarpotentialkataster ist erstellt. Jeder Bürger kann sich darüber erkundigen, welche Entwicklungsmöglichkeiten in seinem Umfeld zur Nutzung solarer Energie vorhanden sind (www.solare-stadt.de/erkelenz).

• Heizungsanlagen wurden zusammengefasst um möglichst hohe Wirkungsgrade zu erreichen.

• Unternehmen sind aktiv, die Energie aus Solaranlagen für Elektro Mobilität anzubieten.

c) Bürger einbinden
• Erkelenz ist Fußgänger- und Fahrradfreundliche Stadt in NRW. Durch Markierungen wurden Schutzstreifen, sowie Aufstellstreifen für Fahrräder eingerichtet und Fahrradwege optimiert. Zudem gibt es nun eine lokale Beschilderung für den Radverkehr, welche alle Erkelenzer Ortsteile ausweist.

• Einführung des ERKA-Bus, der in Form von zwei Schleifen durch Erkelenz fährt und alle wichtigen Orte miteinander verbindet. Die Buslinie wird laufend optimiert und inzwischen gut angenommen.

Ziele bis 2020
a) Verbrauch verringern
• Der Umbau der Straßenbeleuchtungen auf LED-Leuchten wird abgeschlossen.

• Abschluss der Bebauung in der Klimaschutzsiedlung.

• Verbesserung der Klimaschutzstandards in vorhandener Bebauung.

• Intensive Weiterarbeit am European Energy Award, um die erreichten Ergebnisse zu halten und den Klimaschutz weiter zu verbessern.

• Die Ergebnisse zum integrierten Klimaschutzkonzept für Erkelenz wurden dem Rat 2016 vorgestellt und befinden sich in der Umsetzung.

b) Lokale Erzeugung stärken
• Erhöhung der Energieproduktion durch dezentrale erneuerbare Energien, um in Erkelenz eine möglichst hohe Eigenständigkeit in der Energieversorgung zu erreichen.

• Auch über das Jahr 2020 hinaus sind weitere Maßnahmen durchzuführen. Dazu gehören zum Beispiel die Einrichtung eines intelligenten Stromnetzes, das die Energieerzeuger und Verbraucher optimal aufeinander abstimmt. Dazu ist auch eine dezentrale Energiespeicherung notwendig.

• Errichtung einer Fotovoltaik Anlage auf einer ungenutzten Fläche zur Stromerzeugung. Diese soll durch die Sonnenschein e.G. realisiert werden. Die erforderlichen Mittel werden von Bürgern aus Erkelenz zur Verfügung gestellt.

c) Bürger einbinden
• Im Jahr 2018 steht die Überprüfung der Zertifizierung als Fußgänger- und Fahrradfreundliche Stadt an. Erkelenz soll weiter Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW bleiben und sich weiter verbessern.

• Intensivierung der Beratungen für Bürger zum Klimaschutz

• Intensive Zusammenarbeit mit Bürgern und Vereinen, um die gesteckten Ziele des Klimaschutzkonzeptes für Erkelenz zu erreichen.



1. VERBRAUCH VERRINGERN

Prima Klima. So machen wir das. CDU.
Die Herausforderungen für den Klimaschutz sind vielfältiger Art. Unser aktuelles Handeln und Wirtschaften wird das Klima für die Zukunft immer stärker beeinflussen. Die UN-Klimakonferenz 2015 hat in Paris Grenzen vorgegeben, die den Klimawandel abmildern sollen. Um diese Ziele zu erreichen, sind alle gefordert. Erkelenz ist an dem Prozess erfolgreich beteiligt. Bis zum Jahr 2020 wollen wir den Energieverbrauch im Stadtgebiet um 20 % und den Stromverbrauch in Gebäuden um mind. 10 % verringern.

Die genannten Ziele sind sehr anspruchsvoll und verlangen von allen Beteiligten und der Verwaltung einen hohen Einsatz. Energieeinsparen heißt aber auch, dass für die Zukunft Geld eingespart wird. Mit Investitionen im Umweltbereich entstehen weiterhin gute und zukunftssichere Arbeitsplätze.

Europäische Energie- und Klimaschutzkommune.
Bereits seit 4 Jahren nimmt Erkelenz am Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren European Energy Award (EEA) teil und konnte als erste Kommune in unserer Region die erforderliche Punktzahl erreichen. Seit Dezember 2016 ist die Stadt Europäische Energie- und Klimaschutzkommune. Da die Ergebnisse in regelmäßigen Abständen überprüft und mit den Aktivitäten anderer Kommunen verglichen werden, dürfen wir uns aber auf den bisherigen Erfolgen nicht ausruhen.

Die Ergebnisse zum integrierten Klimaschutzkonzept für Erkelenz wurden 2016 dem Rat vorgestellt und befinden sich aktuell in der Umsetzung. Verschiedene Gruppen und Vereine arbeiten intensiv mit der Verwaltung zusammen, um die selbst erarbeiteten Ziele zu erreichen. Dazu gehören auch Kooperationen von Erkelenzer Unternehmen und der Stadt. Der Abschlussbericht liegt auf der Homepage der Stadt Erkelenz öffentlich vor.

2. LOKALE ERZEUGUNG STÄRKEN

Energie vor Ort erzeugen.
Wir leben im Rheinischen Braunkohlerevier und sehen täglich, wie unsere Landschaft in riesigen zentralen Kraftwerken verheizt wird. Über kleinere, dezentrale Kraftwerke kann die Energieerzeugung dicht an den Verbraucher heranrücken und so viele Kabeltrassen einsparen. Auch hier gehen wir mit dem Biogas-Blockheizkraftwerk im ERKA BAD, der Nutzung von Faulgasen in der Kläranlage zur Stromerzeugung oder mit der Errichtung von Photovoltaik Anlagen auf städtischen Gebäuden mit gutem Beispiel voran.

Der ERKA-Bus sorgt für eine gute Erreichbarkeit der Ortschaften über den ÖPNV (Öffentlichen-Personen-Nahverkehr). Für kurze Strecken ist das Fahrrad optimal geeignet. Laufende Verbesserung der Strukturen und Einrichtungen bei Fahrradwegen und im öffentlichen Nahverkehr wirken sich auf unser Klima positiv aus.

Antrag E-Mobilität – mit regenerativen Energien mobil im Kreis Heinsberg
Elektro-Mobilität wird für das Image attraktiver Kreise und Städte genauso wichtig sein wie das Glasfaser-netz für das schnelle Internet. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen, bis 2030 sechs Millionen. Elektrofahrzeuge verringern nicht nur die Abhängigkeit vom Öl - lädt man die Batterien mit Strom aus erneuerbaren Energien, fahren Elektrofahrzeuge praktisch ohne Schadstoffausstoß. Ohne passende Infrastruktur und integrierte Mobilitätskonzepte haben Elektro-fahrzeuge allerdings keine Chance und bisher verfügt der Kreis Heinsberg nicht über ein ausgebautes Netz an entsprechenden E-Tankstellen.

Die CDU-Fraktion hat daher am 27.04.2016 einen Prüfauftrag an die Verwaltung formuliert. Wesentlicher Inhalt waren die Fragestellungen an welchen hoch frequentierten bzw. touristisch genutzten Standorten im Kreisgebiet entsprechende E-Tankstellen sinnvoll errichtet werden könnten, welche technischen Voraussetzungen die Elektro-Tankstellen erfüllen sollten, welche Fördermittel zur Errichtung von Elektro-Tankstellen generiert (EU, Bund, Land) und welche Kooperationspartner zur Errichtung von Elektro-Tankstellen gewonnen werden könnten. Als Ergebnis erfolgte in der Ausschusssitzung am 28.03.2017 ein Sachstandsbericht.

Die NEW AG, Mönchengladbach, erstellt derzeit ein regionales Mobilitätskonzept für Elektromobilität in der Region Niederrhein, welches das Gebiet des Kreises Heinsberg mit einbezieht. Alle Kommunen im Kreis Heinsberg werden in Zusammenarbeit mit der NEW AG in den nächsten 18 Monaten mindestens eine öffentliche Ladesäule mit je zwei Ladepunkten erhalten. Alle seitens NEW AG geplanten Ladesäulen können mit dem Standard Ladestecker Typ 2 genutzt werden und ermöglichen bei einem dreiphasigen Ladevorgang eine Ladung mit maximal 22 KW je Ladepunkt (rund um die Uhr). Über die Standorte soll in Kartenform informiert werden; sie befinden sich noch in der Planungsphase. Derzeit wartet die NEW AG auf eine Förderzusage durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Das Konzept befasst sich mit Elektromobilitätspotenzialen im kommunalen Fuhrpark, der Identifikation geeigneter Standorte für die Bereitstellung von öffentlich zuganglichen Ladesäulen sowie der Identifikation von E-CarSharing-Stationen. Mögliche Kooperationspartner könnten die Energieversorger, Einzelhandel und Gastronomie, sowie Autobahntankstellen und Autohöfe sein. Wir sind sehr optimistisch, denn nicht nur wir als CDU-Fraktion sind der Überzeugung - das Energiekonzept der Zukunft ist ohne Elektromobilität nicht denkbar.

3. BÜRGER EINBINDEN

Energieeffizienz erhöhen. Einsparung fördern.
Jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, muss nicht erzeugt werden. Deshalb ist Energiesparen ein Schlüssel für den Erfolg der Energiewende. Ein wesentlicher Anteil der benötigten Energie in Deutschland wird für Gebäude genutzt, mit besseren Informationen über sparsame Geräte, Heizungen und eine Beratung über die sinnvolle Dämmung unserer Häuser wollen wir auf die großen Einsparmöglichkeiten hinweisen. An jedem 4. Donnerstag im Monat findet deshalb in der Verwaltung eine kostenlose Beratung zu Energie und Klimaschutz statt.

Seit Oktober 2016 haben wir mit Herrn Oliver Franz auch einen eigenen Klimaschutzmanager in Erkelenz. Seine Aufgabe ist die Aufklärung und aktive Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in weitere Klimaschutzmaßnahmen.

Durch privates und städtisches Grün in den Gärten und an den Straßen erreichen wir eine hohe Verbesserung des Lebensumfeldes. Das Grün nimmt große Mengen an Kohlen- und Stickoxiden aus der Luft auf und wandelt diese in Sauerstoff und Stickstoff um. Die Bäume spenden Schatten und bringen durch die Verdunstung im Sommer etwas Kühle. Auch die Feinstaubbelastung kann so verringert werden.