CDU ehrt verdiente Mitglieder
„Bei unserer heutigen Mitgliederversammlung stehen zwei besondere Personen im Mittelpunkt ", so Peter London, Vorsitzender des CDU Stadtverbandes Erkelenz, „Anne Dulies und Edith Schaaf haben ihre Mandate im Stadtrat und Kreistag nach den Kommunalwahlen niedergelegt, ihr unermüdliches Engagement hat unseren Verband über Jahrzehnte geprägt". Auf der Mitgliederversammlung in der Oerather Mühle, blickte der CDU Stadtverband Erkelenz auf die Arbeit des vergangenen Vorstandsjahres zurück und ehrte zwei verdiente Mitglieder.

„Nach den Bundestags-, Kommunal- & Europawahlkämpfen, können wir feststellen, wir haben unsere Ziele alle erreicht", sagte London, „Wilfried Oellers ist mit einer der besten Erststimmenergebnisse in NRW direkt in den Bundestag eingezogen, wir haben als einziger CDU Verband im Kreis Heinsberg ein eigenes Kommunalwahlprogramm aufgestellt, Peter Jansen wurde im ersten Wahlgang erneut als Bürgermeister bestätigt und unsere Partei konnte bei allen Wahlen Zugewinne erreichen". Dies seien nur einige erfreuliche Ergebnisse der vergangenen Wahlkämpfe, die gezeigt hätten, dass die CDU auch vor Ort eine gute Arbeit geleistet habe. „Wir ruhen uns jetzt nicht auf den Erfolgen aus und haben die Interessen unserer Bürger weiter fest im Blick", so London weiter, „auch wenn finanziell schwierige Zeiten auf uns zukommen, werden wir das Beste daraus machen".

Die im weiteren Verlauf stattfindenden Ehrungen übernahmen zwei ausgewählte Laudatoren. Als Ehrenbürgermeister der Stadt Erkelenz konnte Theo Clemens viel über die enge Zusammenarbeit mit Anne Dulies berichten. Im Rahmen ihrer 25 jährigen Ratstätigkeit arbeitete sie von 1994 bis 2014 als Geschäftsführerin der CDU Fraktion. Neben der Arbeit in ihrem Wahlbezirk Marienviertel, wo sie besonders in der ehemaligen Bürgergemeinschaft aktiv war, setzte Anne Dulies auch mit der Gründung des Runden Tisches und ihrem Engagement für eine saubere Stadt Akzente. Die zweite Laudatio hielt der amtierende CDU Fraktionsvorsitzende Rainer Merkens, er kennt Edith Schaaf nicht nur als Präsidentin des Rheinischen Feuerwehrmuseums in Lövenich. „Edith Schaaf hat unsere Museumsarbeit neu organisiert und so die drohende Schließung verhindert", sagte Merkens zu den Anwesenden, „aber vor Allem im sozialen Bereich hat sie viele Hebel in Bewegung gesetzt, um Menschen unbürokratische Hilfe zu gewähren". Von 1989 bis 2014 war Edith Schaaf Mitglied des Heinsberger Kreistages, damals zog sie als erste Frau in das Kommunalparlament ein. „Die Versorgung von Migranten, Kindern, Jugendlichen und die Belange behinderter Menschen sind ein weiterer großer Teil ihrer Arbeit", so Merkens weiter, „als Vorsitzende des Sozialdienstes kath. Frauen und Männer Erkelenz, wird ihr Engagement nach wie vor sehr geschätzt". Das sich Edith Schaaf mit ihrer Arbeit auch weit über die Erkelenzer Stadt- und Kreisgrenzen hinaus in vielen Gremien einen Namen gemacht habe, zeige auch die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2007. Beide CDU Damen haben sich darüber hinaus auch in der Frauen Union stark engagiert. Edith Schaaf war 24 Jahre Vorsitzende der FU Erkelenz.

„Liebe Anne, liebe Edith, ihr wart über viele Jahre zwei Säulen unserer Partei, diesen außergewöhnlichen Leistungen können wir mit den heutigen Ehrungen natürlich nicht gerecht werden", so London zu den Anwesenden, „seht es daher zumindest als kleines Dankeschön und Anerkennung Eurer Verdienste für unsere CDU in Erkelenz, vielen Dank".

Nach den emotionalen Ehrungen rundete eine aktuelle Information über die Flüchtlingssituation in Erkelenz den Abend der Mitgliederversammlung ab. „Als Christdemokraten ist uns eine menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge besonders wichtig", sagte Ratsherr Marwin Altmann, Leiter des neuen Arbeitskreises Asyl im CDU Stadtverband, „dabei sind wir aber vor Allem den Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet, diesen Prozess so transparent wie möglich darzustellen und sie in die weitere Entwicklung frühzeitig einzubinden". Die CDU unterstütze das Anliegen der Stadt, die ankommenden Flüchtlinge möglichst auf das gesamte Stadtgebiet zu verteilen. „Eine dezentrale Unterbringung kann eventuelle Konfliktsituationen frühzeitig entschärfen und eine schnellere Integration fördern", ergänzte Peter London, „für erste Umbaumaßnahmen geeigneter städtischer Gebäude hat der Stadtrat bereits mehr als 100.000 Euro bereitgestellt".