CDU Stadtverband wählt neuen Vorstand

„Nach 9 Jahren als Vorsitzender möchte ich dem Stadtverband die Chance geben sich mit einem neuen Team auf die Kommunalwahlen im nächsten Jahr vorzubereiten", sagte Gerd Hachen MdL, bisheriger Vorsitzender des CDU Stadtverbandes Erkelenz, „wir haben im neuen Vorstand eine tolle Mischung aus jungen und erfahrenden Mitgliedern, in dieser Konstellation sind wir für die kommenden Herausforderungen optimal aufgestellt". Auf der Mitgliederversammlung im Kaisersaal in Immerath (neu) wählte der CDU Stadtverband einen neuen Vorstand und blickte auf seine Arbeit in den vergangenen zwei Jahren zurück. In seinem Rechenschaftsbericht hob Gerd Hachen MdL besonders das Engagement der CDU für die vom Braunkohletagebau betroffenen Bürgerinnen und Bürger hervor. Neben einer intensiven Begleitung der aktuellen und zukünftigen Umsiedlungsmaßnahmen, hat sich der Stadtverband vor Allem für eine Verbesserung der Lebensqualität am späteren Tagebaurand und eine geeignete Messung der Feinstaubbelastung eingesetzt. „Unser Engagement für die Betroffenen stößt jedoch immer wieder auf einen nicht nachvollziehbaren Widerstand bei der Rot-Grünen Landesregierung, der auch von Erkelenzer Ratsvertretern unterstützt wird", sagte Hachen abschließend, „wer den Menschen wirklich helfen möchte kann nicht in Erkelenz seine Zustimmung lautstark verkünden und später im Landtag dagegen stimmen!".
In drei Arbeitskreisen zu den Themen „Mitgliederwerbung & -betreuung", „Familienfreundliche Stadt", sowie „Finanzen & Haushalt" hat sich der Stadtverband zudem mit weiteren Schwerpunkten beschäftigt. Die Ergebnisse wurden in zwei Klausurtagungen mit der Ratsfraktion präsentiert und inhaltlich ausgewertet. In seinem Rechenschaftsbericht ging auch der CDU Fraktionsvorsitzende Rainer Merkens auf die Zusammenarbeit mit dem Stadtverband ein. „Wir haben im Herbst 2012 einen Brandbrief an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft geschickt und dort auf die massiven Probleme, die als Folge von Garzweiler II für die Orte am Tagebaurand zu erwarten sind, hingewiesen", sagte Merkens, „die Reaktion, ein Antwortschreiben des Chefs der Staatskanzlei, ist sehr unbefriedigend und an Kälte wohl nicht zu überbieten". Als besonderen Gast konnte der Stadtverband den CDU Bundestagskandidaten Wilfried Oellers begrüßen, der neben der Tagungsleitung auch über den anstehenden Bundestagswahlkampf informierte und seine politischen Schwerpunkte vorstellte. „Die CDU ist stark durch ihre gute Verwurzelung vor Ort!", sagte Oellers zu den Anwesenden, „die Probleme und Anliegen der Menschen müssen gehört werden, dabei sind Themen wie die finanzielle Unterstützung der Kommunen und Vereine aus Berlin, die Glasfaserverkabelung im Kreis, sowie die Begleitung der Umsetzung des Tagebau Garzweiler II in Erkelenz von besonderer Bedeutung". Auch das Thema „Fracking", eine umstrittene Fördermethode zur Gewinnung von Öl und Gas, sorgte für besondere Aufregung bei den Teilnehmern. Der CDU Stadtverband wird sich in einer offenen Vorstandssitzung, an der alle interessierten CDU Mitglieder teilnehmen können, mit dem „Fracking" beschäftigen. „In der nächsten Legislaturperiode des Bundestages soll ein umstrittenes Frackinggesetz verabschiedet werden", so Oellers abschließend, „ich werde mich dafür einsetzen das dieses hoch riskante Verfahren im Kreis Heinsberg nicht angewendet werden darf".
Im weiteren Verlauf der Versammlung zeigte die CDU bei den Vorstandswahlen, dass sie über ein großes Potential aktiver Mitglieder verfügt. Peter London aus Gerderath wurde mit 93 % der Stimmen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er wird von einem stark verjüngten geschäftsführenden Vorstand unterstützt. Während Kerstin Schaaf und Rainer Merkens als stellv. Vorsitzende und Wilhelm Rütten als Schatzmeister in ihren Ämtern bestätigt wurden, kamen mit Dominik Büschgens als stellv. Vorsitzenden, Stephan Muckel als Geschäftsführer und Marwin Altmann als Beauftragten für Medien- & Öffentlichkeitsarbeit auch drei neue Mitglieder aus den Reihen der Jungen Union in den Vorstand. Neben Gerd Hachen stand auch der bisherige Geschäftsführer Heinz Baltes nicht mehr zur Wahl. Die 17 Beisitzer Christian Schmitz, Frederike Grates, Marc Jansen, Liselotte Jopen, Maike Laumen-Theuerzeit, Michael Meuser, Karl Mones, Jochen Nußbaum, Johannes Oellers, Hans-Josef Paffen, Sabine Rosen, Erika Schiffer, Klaus Steingießer, Robert Terek, Chantal Thiede, Frank Thies und Hans-Dieter Vasters komplettieren den Vorstand. Die Junge Union wird weiterhin von Benjamin Ringkowski vertreten. Im Schlusswort des neuen Vorsitzenden blickte Peter London auf die bevorstehenden Wahlkämpfe. „Die CDU muss nach Außen geschlossen auftreten, wir stehen in der Verantwortung uns jetzt auf inhaltliche Themen zu konzentrieren", so London zu den Anwesenden, „wir wollen unsere Mitglieder besser Einbinden und die Anliegen der Bürger sehr ernst nehmen".