CDU Ortsverband Erkelenz besichtigt das Klärwerk am Marienweg
Die Stadt Erkelenz ist nach dem Landeswassergesetz abwasserbeseitigungspflichtig, d.h. sie ist für die ordnungsgemäße Sammlung, Ableitung und Behandlung des im Stadtgebiet anfallenden Abwassers verantwortlich. Die dazu erforderlichen Aufgaben nimmt der Abwasserbetrieb Erkelenz wahr. An das Klärwerk Erkelenz sind neben dem Innenstadtbereich (Mischsystem) alle Stadtteile über Druckleitungssystem angeschlossen. Ausgenommen hiervon sind Bereiche in und um Kückhoven, die über den Verbindungssammler an die Kläranlage Neuwerk (Niersverband) angeschlossen sind.

Manfred Fischer vom Abwasserbetrieb der Stadt Erkelenz und Wolfgang Odenthal von einem beratenden Ingenieurbüro übernahmen die Führung über die Kläranlage. Den Mitgliedern des CDU Ortsverbandes erklärten sie den Ablauf in der Kläranlage anschaulich und führte die Gruppe zu den einzelnen Reinigungsstufen. Sie bekamen einen Einblick wo Ihr Abwasser bleibt und wie es wieder gereinigt in den Beeckbach geleitet wird.

Die geplante Maßnahmen in diesem Jahre stellte Herr Fischer vor: Neben dem Klärwerk wird für 2,7 Millionen Euro ein Retentionsbodenfilter gebaut. Notwendig wird die Investition, da aufgrund wasserrechtlicher Vorgaben der Bezirksregierung Köln die stoffliche Gewässerbelastung in den Beeckbach aus der vorhandenen Mischwasserentlastungsanlage des Klärwerks zu minimieren ist. Bei Starkregen nimmt das Wasser aus Erkelenz nicht den ansonsten üblichen Weg durch die Kläranlage, sondern muss teilweise nach einer Grobreinigung direkt in der Beeckbach geleitet werden. Das wird sich ändern. Bei einem Retentionsbodenfilter handelt es sich um ein Auffangbecken mit einem Fassungsvermögen von 16.000 Kubikmetern mit Schilfbewuchs, in diesem Fall sind es drei Becken, in die das Regenwasser fließt, danach durch die Schilfwurzeln und ein Substrat am Boden zum Beispiel von Schwermetallen gereinigt wird und erst dann in den Beeckbach einmündet.

Am Ende der fast dreistündigen Veranstaltung blieb dem Vorsitzenden Stephan Muckel nur noch der herzliche Dank an die Herren Fischer und Odenthal für die kurzweilige und spannende Vorstellung. Alle Teilnehmer waren beeindruckt von der Größe und auch von den Abläufen der Kläranlage Erkelenz. Die komplexe Anlagentechnik und die erhöhten Anforderungen an die Behandlung der Abwässer bedingen auch in Zukunft erhebliche Mittelbereitstellung für Reinvestitionen. Hier gilt es politisch –wie auch in der Vergangenheit – die richtigen Entscheidungen zu treffen, um für die Bürger und Umwelt eine kostengünstige, effiziente und sichere Abwasserreinigung zu gewährleisten.