Antragspaket zur Optimierung der innerstädtischen Verkehrssituation verabschiedet: Am 08.06. beginnt die Umsetzung!
„Während andere Parteien in Erkelenz gerne eine autofreie Innenstadt hätten, stellen wir uns der Realität“, sagte Rainer Merkens, CDU Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Erkelenz, „in einem ländlich geprägten Gebiet wie unserem, ist das Auto ein unverzichtbares Verkehrsmittel, worauf viele Bürgerinnen und Bürger angewiesen sind“. Aus Sicht der Antragssteller sei es wichtig die Innenstadt auch zukünftig für den Autoverkehr zugänglich zu machen, da unsere Kaufkraft sonst in leicht erreichbare Nachbarstädte abwandern würde. „Unsere Herangehensweise steht im Einklang mit neuen Gutachten von Stadtentwicklungsexperten“, so Merkens weiter, „auch wenn wir auf Grund des historisch gewachsenen Stadtkerns keinen Spielraum für große neue Parkflächen haben, lässt sich durch eine systematische Optimierung der vorhandenen Struktur noch vieles verbessern“.

Das nun verabschiedete Antragspaket ist das Ergebnis eines intensiven Diskussionsprozesses, zu dem der Gewerbering Erkelenz e.V. alle Fraktionen eingeladen hatte. Während SPD, Grüne und Bürgerpartei diesen Austausch nicht weiterverfolgten, konnten die antragsstellenden Fraktionen CDU, FDP und FW-UWG in mehrwöchigen Gesprächen einen gemeinsamen Vorschlag erarbeiten, der nach einer einstündigen Diskussion im Stadtrat verabschiedet wurde.

Die drei Anträge sehen die Öffnung des Kölner Tors für den PKW-Verkehr in einer einjährigen Testphase, die Umkehrung der Einbahnstraßenrichtung auf der Kölner Straße, sowie die dortige Umstrukturierung der Stellflächen, zur Eindämmung des wilden Parkens vor. Weiterhin können so zehn zusätzliche Stellflächen, als Ausgleich für den Wegfall der Stellflächen auf der Südpromenade und dem Stadtpark, geschaffen werden. Damit kommen die drei Fraktionen einem ausdrücklichen Wunsch des Gewerbering Erkelenz e.V. nach.

Am Kölner Tor wird zukünftig die linke Straßenseite (vom Markt aus in Richtung Bahnhof kommend) für den Autoverkehr geöffnet, der sich diese mit dem ERKA-Bus teilt. Die rechte Seite zu den Geschäften hin ist für den Fuß- und Radverkehr zu reservieren. Dadurch sollen die Verkehrsflüsse optimiert, Unfallrisiken vermindert und die Erreichbarkeit der Innenstadt verbessert werden. Die Öffnung der linken Straßenseite des Kölner Tores, hat sich bereits im Zuge der Sanierung der Südpromenade als Übergangslösung bewährt. In einer einjährigen Testphase soll dies nun noch einmal überprüft werden.

Vor dem Hintergrund der anstehenden Baumaßnahmen auf der Fläche des Amtsgerichtes und der Polizei, ist auch die bisherige Verkehrssituation an der oberen Kölner Straße unbefriedigend. Durch die beschlossene Änderung der Fahrtrichtung besteht nun nicht nur die Möglichkeit eines verbesserten Verkehrsflusses, da der sich stauende Verkehr vor der Kreissparkasse zusätzlich über die obere Kölner Straße abfließen kann. Auch die Anbindung der zukünftigen Gewerbefläche am Amtsgericht, sowie die Erreichbarkeit der Tiefgarage am NETTO werden so leichter möglich sein.

„Wir laden alle Fraktionen weiterhin zur Diskussion über die Innenstadtentwicklung ein“, so Merkens, „auch die vielen Rückmeldungen, die uns bei unserem intensiven Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern erreichen, werden bei den Überlegungen regelmäßig berücksichtigt“.