CDU-Ortsverband Heinsberg besucht den Landtag

Der CDU-OV Heinsberg mit einer Gruppe von 25 Personen besichtigte den Landtag NRW mit einer technischen Führung..

Der Gruppe wurde im Rahmen einer „technischen Führung" die seltene Gelegenheit geboten, nicht nur die üblichen Räumlichkeiten wie Plenarsaal, Fraktionssitzungssäle und Eingangsfoyer zu besichtigen, sondern die Dinge gezeigt zu bekommen, die die Funktion des Gebäudes sicherstellen aber nicht jeder Besucher zu Gesicht bekommt.

Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Besucherkantine auf „Wasserebene" erfolgte eine grundsätzliche Information der Gäste. Danach ging es mit dem gläsernen Besucheraufzug auf die Besuchertribüne des Plenarsaales.

Eindrucksvoll präsentierte sich hier das nunmehr gerade 25 Jahre alt gewordene, frisch renovierte und technisch komplett überholte Herzstück des Gebäudes, der Plenarsaal.

Dann ging es zur Sache; es wurden zwei Kleingruppen gebildet, welche sich unter sehr kompetenter Führung zweier Damen aus der Abteilung Gebäudemanagement auf den Weg machten.

Auch unser CDU-Kreistagsmitglied Dr. Hans-Josef Thesling, Vizedirektor des Landtags, fand die Zeit uns zu begleiten.

Ein Blick auf das Model des Gebäudes im Foyer des Sitzungsbereichs zeigte anschaulich die architektonische Grundidee des, aus einem Architektenwettbewerb des Jahres 1979 als Sieger hervorgegangenen Entwurfes des Düsseldorfer Büros Eller-Moser-Walter. Dieser Entwurf wurde maßgeblich durch Beate Schaten und Michael Dörstelmann, beide Mitglieder im OV Heinsberg, erarbeitet. Michael Dörstelmann war auch verantwortlicher Projektleiter für den Bau des Landtags.

Um den zentralen, kreisrunden Plenarsaal ordnen sich gleich Satelliten die Fraktionssäle und um diese wiederum in Kreissegmenten, gestaffelt, die Büros der Abgeordneten.

Zum Rhein hin sitzt der Landtagspräsident; unterhalb der Plenarebene und in den anhängenden Bürobögen die dienstbaren Geister der Landtagsverwaltung.

Im Erdgeschoß treffen sich die Abgeordneten in den vielfältigen Sitzungssälen und Sitzungszimmern zu Ihren Arbeitskreisen und Ausschüssen.

Alles ist miteinander verbunden durch lichtdurchflutete Hallen und geschwungene Treppen.

Nach dem Überblick am Modell wurde der Gruppe die äußerst seltene Möglichkeit gegeben, auf das Plenarsaaldach zu steigen und von dort den Blick über den Gebäudekomplex des Landtags hinaus auf den Rhein mit seinen Brücken und die Uferpromenade bis hin nach Oberkassel schweifen zu lassen.

Nach solch einem Höhenflug ging es ab in die unterste Ebene des Landtags, die Lüftungs- und Kältezentrale des Plenarsaals in der Weißen Wanne des tief im Wasser stehenden zweigeschossigen Technik- und Tiefgaragenbaukörpers.

Viel technische Details und informatives Zahlenwerk hatten die Führerinnen für die Gäste parat; alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Gleichzeitig konnte aber auch Michael Dörstelmann, der an der Führung teilnahm, interessante Details zur damaligen Bauphase beitragen. So ist z. B. die Fassade aus Dresdner Sandstein ein Kompensationsgeschäft für den damals von Dr. Franz Josef Strauß eingefädelten Milliardenkredit an die DDR gewesen.

Doch keiner der Besucher konnte sich des Eindrucks erwehren, hier sind viele Menschen unbemerkt von der Öffentlichkeit tätig um einen reibungslosen Ablauf unserer demokratischen Institution Landtag zu gewährleisten.

Kundige Führung geleitete uns wieder sicher aus dem metallisch blinkenden, ständig surrenden Kanal- und Stellradgewirr hinaus.

Zum Abschluss hatte Dr. Thesling noch eine Besonderheit zu zeigen, den Stilleraum des Landtags, geschaffen für Minuten ganz persönliche Kontemplation in der Hektik des politischen Geschäftes.

Nach einem Erinnerungsphoto auf der gewendelten Treppe hinauf zum Hauptzugang des Plenums ging es mit besonderen Erinnerungen wieder nach Hause.

Der CDU-OV Vorsitzende Theo Vergossen entließ die Gruppe jedoch nicht, ohne noch auf ein Getränk in der Gastronomie der Kreissparkasse in Heinsberg eingeladen zu haben.