Kreisparteitag der CDU in Katzem
Freitag, den 09. November 2007 um 14:42 Uhr
Die CDU des Kreises Heinsberg wählte bei ihrem Parteitag in der Bürgerhalle in Katzem einen neuen Vorstand. Der bisherige Vorsitzende wurde mit überwältigenden 171 (96,1%) der Stimmen wieder gewählt. In seiner Rede an die Delegierten ermahnte Bernd Krückel die Anwesenden kein öffentliches Personalgerangel sondern Geschlossenheit zu demonstrieren.
Die CDU wird an keiner Opposition scheitern. Er vertrat die Führungsrolle der Partei und sagte, dass sie sich das auch nicht nehmen lassen wird.
Die Christdemokraten waren sich auf ihrem Kreisparteitag nahezu einig: Mit 96,1 Prozent wählten sie den Landtagsabgeordneten Bernd Krückel erneut zum Vorsitzenden.
Kein öffentliches Personalgerangel, sondern Geschlossenheit. Mit dieser Marschrichtung hat Landtagsabgeordneter Bernd Krückel den Vorsitz der Kreis-CDU vor zwei Jahren von seinem Vorgänger Dr. Hanno Kehren übernommen, der sich aus gesundheitlichen Gründen auf den Posten des Stellvertreters zurückgezogen hatte. Offenbar sind die Christdemokraten von diesem Weg auch nicht abgekommen. Wie zum Beweis wählten sie auf ihrem Kreisparteitag Krückel jetzt mit einer erneut überwältigenden Mehrheit zum Vorsitzenden wieder. 171 Ja-Stimmen entfielen auf den 43-Jährigen aus Heinsberg bei fünf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.
Schwerpunkt Mitgliederwerbung
Auch seine drei Stellvertreter, Dr. Hanno Kehren, Liane Jüngling und Dr. Gerd Hachen, traten ohne Gegenkandidaten zur Wiederwahl an und erreichten gute Ergebnisse zwischen 80 und 95 Prozent, ebenso Schatzmeister Christoph Kaminski. So verliefen die Wahlen bei dem dennoch über dreistündigen Kreispartei, zu dem Bürgermeister Peter Jansen die Delegierten im Katzemer Bürgersaal begrüßte, zügig. Auf eine Aussprache vor der Entlastung des Vorstandes wurde verzichtet.
In seinem ersten Rechenschaftsbericht vor der Kreispartei stellte Krückel die wesentlichen Ansprüche an seine bislang zweijährige Arbeit auf den Prüfstand. Die Finanzprobleme wollte er in den Griff bekommen. Zwar sprach Krückel nach wie vor von Sorgen (vor allem im Hinblick auf bestehende Verbindlichkeiten und Sonderumlagen an die Landes- und Bundespartei), die Sparbemühungen der jüngsten Zeit gäben aber Anlass zu Hoffnung. Das bestätigte auch Schatzmeister Christoph Kaminski in seinem Bericht. Der weitere Abbau des Defizites soll möglichst ohne Beitragserhöhung gelingen, kündigte Bernd Krückel an, denn „Mitglied in der CDU zu sein, darf nicht zum Luxus werden".
Erst recht mit Blick auf die gesunkene Mitgliederzahl um 7,8 Prozent von 4203 auf 3873 in den vergangenen zwei Jahren. Hauptgrund sei das hohe Durchschnittsalter der Mitglieder von 57 Jahren. Die Mitgliedergewinnung bleibe weiter ein Hauptaugenmerk der Vorstandsarbeit.
Stolz zeigte sich Krückel auf den innerparteilichen „Umgang miteinander", der stets sachorientiert sei und Differenzen nicht an die Öffentlichkeit trage. Dies so fortzuführen und geschlossen zu den Entscheidungen zu stehen, war Krückels „Mahnung in die eigenen Reihen". Denn an der Opposition im Kreis könne die CDU nicht scheitern, nur an sich selbst. „Wir haben die Führungsrolle, und die lassen wir uns durch vorlautes Geschwätz auch nicht nehmen."